Donnerstag, 24. September 2015

Rezension zu "Runa"

Heute gibt es eine Rezension zu dem historischen Roman "Runa" von Vera Buck.
 Es handelt sich dabei um den Debütroman der Autorin.
 
Das Buch wurde mir freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

 
 
Kurzinformationen:
 
Verlag: Limes (Random House)
Seitenzahl: 608
Erscheinungsjahr: August 2015
ISBN: 978-3-8090-2652-5
Preis: 19,99 € (Gebundenes Buch mit Schutzumschlag)
 
Inhalt:
 
Paris 1884. In der neurologischen Abteilung der Salpêtrière-Klinik führt Dr. Charcot Experimente mit hysterischen Patientinnen durch. Seine Hypnosevorführungen locken Besucher aus ganz Europa an; wie ein Magier lässt der Nervenarzt die Frauen vor seinem Publikum tanzen. Dann aber wird Runa in die Anstalt eingeliefert, ein kleines Mädchen, das all seinen Behandlungsmethoden trotzt. Jori Hell, ein Schweizer Medizinstudent, wittert seine Chance, an den ersehnten Doktortitel zu gelangen, und schlägt das bis dahin Undenkbare vor. Als erster Mediziner will er den Wahnsinn aus dem Gehirn einer Patientin fortschneiden. Was er nicht ahnt: Runa hat mysteriöse Botschaften in der ganzen Stadt hinterlassen, auf die auch andere längst aufmerksam geworden sind. Und sie kennt Joris dunkelstes Geheimnis …
 
Meine Meinung:
 
Erwartet habe ich einen mysteriösen, historischen Medizinroman, der spannend und fesselnd ist.
Vorher hatte ich schon einige begeisterte Rezensionen gelesen.
 
Der Anfang ist sehr schleppend. Man lernt viele Figuren kennen und kann diese am Anfang nicht einordnen. Die vielen unterschiedlichen Erzählstränge sind verwirrend und haben mir den Einstieg in die Geschichte nicht ganz leicht gemacht.
 
Die Autorin hat das Buch in sechs Teile geteilt und es gibt keine Kapiteleinteilung. Die einzelnen Teile bestehen aber aus vielen Abschnitten.
So gibt es zum Beispiel einen Erzählstrang aus der Vergangenheit, einen Ich-Erzähler usw.
Man bleibt als Leser am Anfang noch relativ unwissend.
 
Die erste Hälfte des Buches ist geprägt durch viele fachliche Beschreibungen. Grundsätzlich interessiert mich das Thema rund um die psychiatrische Klinik sehr, aber beim Lesen war es doch irgendwann sehr ermüdend und langatmig.
 
Der Titel "Runa" suggeriert, dass das Mädchen im Mittelpunkt der Geschichte steht. Dem ist aber nicht der Fall. Sie taucht erst sehr spät in der Geschichte auf und ihre Geschichte kam mir zu kurz.
 
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und besonders der Aufbau der Geschichte konnte mich überzeugen. Zum Ende hin laufen alle Fäden und Erzählstränge zusammen und runden die Geschichte ab. Trotzdem sind mir zu viele offene Fragen geblieben und ich habe nicht alle Zusammenhänge erfassen können.
 
Besonders fasziniert hat mich aber, dass es das Nervenkrankenhaus in Paris und die Figuren tatsächlich gegeben hat. So kann man neben dem Buch noch viele Fakten nachlesen und sich eingehender informieren. Ein großer Lob geht da an die Rechercheleistung der Autorin.
Auch die Atmosphäre in dem Buch hat mir gut gefallen.
 
Fazit:
 
Die Geschichte konnte meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllen. Gerade die häufige Langatmigkeit und die vielen medizinischen Beschrei, haben meinen Lesefluss sehr gestört.
Wer sich allerdings für die Thematik des Buches interessiert und Interesse an Medizin hat, der sollte sich das Buch mal ansehen.
 
 
 
Hier könnt ihr auf der Verlagsseite weiterstöbern.
 
 
 
 
 


Kommentare:

  1. Mittlerweile finde ich (zum Glück) immer mehr Rezensionen, die ähnlich ausfallen wie meine.
    Ich hab das Buch bereits im August gelesen und zu dem Zeitpunkt gab es fast ausschließlich nur gute bis sehr gute Rezensionen. Das hat mich total verunsichert.

    Ich finde ja, dass das Buch eine tolle Idee hat und auch die Umsetzung am Ende sehr gelungen war, aber 600 Seiten waren bei dem Buch eindeutig zu viel!

    Liebe Grüße,
    Lena
    http://tinyhedgehog.blogspot.com/2015/09/rezension-runa-von-vera-buck.html

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    1. Ja ich habe auch gedacht ob ich ein anderes Buch lese als die meisten, weil ich auch nur sehr gute Rezensionen gelesen habe. Aber gut, dass ich da nicht die Einzige bin :)

      LG
      Christina

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