Sonntag, 28. Juli 2019

Rezension "Zu Staub"

Heute gibt es eine Rezension zu dem Thriller 
"Zu Staub" von Jane Harper.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.


 
Verlag: Rowohlt Polaris / Seitenzahl: 416 / Erscheinungsjahr: 2019 / Originalausgabe "The Lost Man" / Übersetzung: Ulrike Wasel; Klaus Timmermann / ISBN:  978-3-499-00098-0 / Preis: 16€ (Paperback) / 9,99€ (E-Book)

Inhalt:

Zwei Brüder treffen sich am Zaun, der ihre Farmen voneinander trennt. Tief im Outback sind sie einander die einzigen Nachbarn. Ihre Häuser liegen vier Stunden Autofahrt voneinander entfernt. Cam, der mittlere Bruder, der die Familienranch verwaltete, liegt tot zu ihren Füßen. Er ist allein in der Hitze gestorben. Die beiden Männer bringen ihren Bruder heim auf die Ranch. Aber in der tiefen Trauer wächst das Misstrauen. Was, wenn Cam keines natürlichen Todes gestorben ist? Was, wenn Isolation und Einsamkeit hier im Nirgendwo die Menschen verändern - zum Bösen? 

Meine Meinung: 

Ich habe bereits die vorherigen beiden Bücher von Jane Harper gelesen und habe mich daher sehr auf ihr neues Werk gefreut. Man kann dieses Buch unabhängig von den anderen Büchern lesen. 

Der Prolog startet direkt extrem spannend und man wird von Anfang an mit der grausamen Natur im australischen Outback konfrontiert. Nach und nach werden dann die verschiedenen Figuren eingeführt und das sind schon einige. Am Anfang hat es etwas gedauert, bis ich alle Personen einordnen konnte. Es gibt immer mal wieder Rückblenden in die Vergangenheit, vorallem von Nathan, einem der Brüder. 

Der Schreibstil von Jane Harper ist wie gewohnt sehr gut und sie schafft eine außergewöhnliche Atmosphäre. Der Fokus in der Geschichte liegt definitiv auf den Charakteren und jeder scheint Geheimnisse zu haben. Dadurch wurde die Handlung an manchen Stellen etwas schleppend, da nicht wirklich viel passiert ist. Durch die unterschwellige Spannung möchte man aber immer weiter lesen. Nach und nach erfährt man Dinge, die wieder ganz andere Theorien zulassen und so bleibt es bis zum Ende spannend. 
"Zu Staub" ist kein typischer Thriller, sondern eher ein Roman mit spannenden Elementen. Die Familie und das Leben unter Extrembedingungen stehen hier im Vordergrund. 

Es gab auch eine kleine Verbindung zu dem ersten Buch "Hitze", welches in Kiewarra spielt.

Die Auflösung am Ende kam für mich unerwartet und hat mir gut gefallen. Ein paar Aspekte fand ich nicht ganz logisch, aber darüber kann ich hinwegsehen. 

Fazit:

Auch das neue Buch von Jane Harper hat mir wieder gut gefallen, auch wenn mir die vorherigen Bücher etwas besser gefallen haben. Das Buch hier konnte vorallem wegen seiner Atmosphäre punkten. Etwas negativ waren die langatmigeren Passagen. Im Großen und Ganzen aber eine Lesempfehlung!


Hier könnt ihr auf der Verlagsseite weiterstöbern.

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